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Nudeln sind gesund
Nudeln werden häufig etwas gering-
schätzig als Beilagen bezeichnet.
Dabei sind sie unsere wichtigsten Energie-
lieferanten und
Grundnahrungsmittel. Die ernährungsphysiologische Bedeutung von
Teigwaren wird jedoch leider oft vergessen. Dies liegt zum einen daran,
dass Nudeln, wenn sie als Beilage verwendet werden, nicht die
Hauptrolle bei der Zusammenstellung der Nahrung spielen. Zum anderen
sind immer noch einige Menschen der Meinung, dass Nudeln aufgrund der
in ihnen enthaltenen Kohlenhydrate dick machen. Inzwischen ist jedoch
den meisten bekannt, dass Teigwaren so gut wie kein Fett und nur wenige
Kalorien enthalten. Aus Vollkorn hergestellte Nudeln enthalten viele
Ballaststoffe (3,4 g pro 100 g roher Ware) sowie Vitamine und
Mineralstoffe. Nudeln werden ganz eindeutig von Ernährungsexperten
empfohlen, so ordnet sie z. B. die Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e. V. (DGE) in ihrer Ernährungspyramide direkt nach Obst und Gemüse ein.
Energie liefern Nudeln in erster Linie in Form von Kohlenhydraten,
hauptsächlich als zusammengesetzte oder so genannte komplexe
Kohlenhydrate, welche der wichtigste Brennstoff für unseren Körper
sind. Bei Sportlern und körperlich Aktiven sind Nudeln mit ihrem hohen
Gehalt an diesen komplexen Kohlenhydraten deshalb fester Bestandteil
des Ernährungsplans. 100 g ungekochte Nudeln enthalten rund 70% dieser
komplexen Kohlenhydrate (Polysaccharide oder Vielfachzucker und damit
Stärke). Diese Energie speichert der Mensch in Form von Glykogen in
Muskeln und Leber, bei Bedarf wird dies abgerufen und so die
Ausdauerfähigkeit des Körpers gesteigert. Für Sportler ist wichtig,
dass die Energie aus Glykogen viermal schneller bereitgestellt wird als
durch Fettverbrennung. Außerdem verbraucht der Körper dabei weniger
Sauerstoff. Folglich kann der Mensch unter großer Belastung schneller
mehr leisten, wenn er seine Energie aus dem Kohlenhydratspeicher zieht.
Allerdings kann ein Mensch nur begrenzt Kohlenhydrate speichern. Bei
einer normalen Mischkost werden zirka 1,5 g Glykogen pro 100 g
Muskelgewebe eingelagert, folglich müssen Sportler stets darauf achten,
ihre Speicher optimal zu füllen. Nach einem intensiven Ausdauertraining
werden die Glykogenspeicher vollkommen entleert. Werden danach
reichlich Kohlenhydrate gegessen, kann der Muskel mehr Glykogen
einlagern als vorher. Das erklärt, warum Sportler sich vor großen
Wettkämpfen mit Teigwaren regelrecht fit schlemmen und so gerne
Nudelpartys besuchen.
Aber auch geistig Arbeitende brauchen Kohlenhydrate, denn nur aus
Zuckern kann das menschliche Gehirn Energie für seine Arbeit gewinnen.
Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sind deshalb auch abhängig
von einer ausreichenden Kohlenhydratzufuhr. Und da bei der Verdauung
die Einfachzucker nur langsam aus den komplexen Kohlenhydraten wie
Stärke freigesetzt werden, sorgt das für eine nachhaltige und dauernde
Versorgung unseres Körpers mit dieser Energie.
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