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Nudeln in Kultur und Geschichte
Die Nudel - in China erfunden
Erzählungen zufolge soll der Venezianer Marco Polo im Jahre 1295 auf
seinen Reisen beobachtet haben, wie die Chinesen Nudeln hergestellt
haben. Nach seiner Heimkehr führte er daraufhin die Pasta in Italien
ein. Historiker jedoch sind heute der Meinung, dass die Geschichte der
Pasta in Italien bereits vor Marco Polo ihren Anfang genommen hat. Es
gibt Grund zur Annahme, dass die allseits beliebten Teigwaren bereits
auf der Speiseliste der Etrusker standen. Man fand auf einer
etruskischen Grabstele die Darstellung eines Teigrädchens; daraus
schließt man, dass bereits zu etruskischen Zeiten, im 4. Jahrhundert
vor Christus, die Teigbearbeitung bekannt war.
Im ältesten bekannten Kochbuch der Welt aus dem 3. Jh. n. Chr., welches
von dem Römer Marcus Gavius Apicius verfasst wurde, wird am Rande ein
Teiggericht, die so genannte "Lagana", erwähnt. Die „Lagana“ ist eine
aus dünnem Teig gebackene Pastete. Der arabische Geograf AI-Idrisi
berichtet im 12. Jahrhundert über die Herstellung schnurähnlicher,
getrockneter Teigstreifen in der sizilianischen Küche bei Palermo.
Ein chinesisch-britisches Forscherteam berichtete von Ausgrabungen am
Gelben Fluss in China. Demzufolge entdeckte man nach neuesten
Erkenntnissen bei diesen Ausgrabungen die ältesten Nudeln der Welt.
Diese stammen aus der späten Jungsteinzeit vor etwa 4.000 Jahren, waren
aus Hirse hergestellt worden, sind mehr als 50 Zentimeter lang und
haben einen Durchmesser von rund 3 Millimetern.
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